Okt 042011
 

Den Apnoe-Tauchern sind die Yoga-Atemtechniken schon lange bekannt – im Bereich des Gerätetauchens fristen die Kenntnisse darüber eher ein Mauerblümchendasein. Das ist schade, weil auch für den Gerätetaucher eine vollständige und konzentrierte Atmung von großem Vorteil sein kann. Zusammen mit einer guten Fitness ist die Kontrolle über die Atmung eine ideale Grundlage um Essoufflement oder Panik kontrollieren zu können.

Im Yoga werden drei Arten der Atmung unterschieden:

  • Bauchatmung (Zwerchfell-Atmung)
  • Brustkorbatmung (Flanken-Atmung)
  • Schlüsselbeinatmung (obere Atmung)

In der Kombination miteinander stellen die drei Atmungsarten die ideale Atmung dar. Ziel ist es zu versuchen, eine möglichst vollständige Belüftung der Lunge zu erreichen. Ob die drei Atemarten bei der Einatmung berücksichtigung finden, lässt sich mit einer kleinen Übung überprüfen:

  • Bauchatmung: Hand liegt auf Bauch und Brustkorb (ggf. zusätzlich ein Gewicht, z. B. ein Buch)
  • Flankenatmung: Hand an den Flanken
  • Obere Atmung: Hände über Kreuz auf dem Oberen Brustkorb / Schlüsselbein

Mit dem folgenden Atemtraining lassen sich schon nach sehr kurzer Zeit erstaunliche Erfolge erzielen. Nach nur 20-30 Minuten steigt beispielsweise die Fähigkeit die Luft anzuhalten (Zeitdauer) beträchtlich an. Probieren Sie es einfach mal aus:

  • Atmung beginnt mit einer vollständigen Ausatmung
  • Konzentriert, leise, langsam und tief Atmen, bei der Einatmung darauf achten, dass gleichzeitig alle drei o. g. Atmungsarten angewendet werden
  • Ausatmung dauert doppelt so lange, wie die Einatmung (beginnen mit einer Einatemdauer von 5 Sekunden – je nach Möglichkeit langsam steigern)
  • Alles soll leicht und bequem ablaufen, gut ist eine aufrecht sitzende Position
  • Nur durch die Nase atmen

 

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