PADI Self-Reliant-Diver

 

Das Buddy-System funktioniert immer dann richtig gut, wenn alle Taucher des Teams einen ähnlichen Ausbildungsstand haben und auch auf eine gleichbleibende Routine zurückgreifen können. Nur wer sich blind auf seinen Buddy verlassen kann, kann sich in der Sicherheit wägen, dass ihm im Notfall geholfen werden kann. Jeder erfahrener Taucher wird sich selbst am besten die Frage beantworten können, wie oft er schon einen Tauchbuddy an seiner Seite hatte, der ihm diesbezüglich kein sehr vertrauenserweckendes Gefühl vermittelt hat. „Self reliant“ – dieser englische Ausdruck bedeutet wörtlich übersetzt soviel wie „selbständig“ oder „eigenverantwortlich“. Also der „eigenverantwortliche Taucher“. Im Sprachgebrauch wird daraus oft auch der „Solo-Taucher„.

Beim eigenverantwortlichen Tauchen gehst Du bei der Planung Deiner Tauchgänge so vor, dass Du auf Notfälle unabhängig von anderen Tauchern reagieren kannst, wobei es keine Rolle spielt, ob Du mit einem Partner, einem Team oder alleine tauchst. Beim Tauchen mit einem Partner oder in einem Team können Dir Deine Begleiter möglicherweise zusätzliche Unterstützung bieten, eigenverantwortlich zu tauchen bedeutet dagegen, dass Du Dich nicht primär auf Deinen Team- oder Tauchpartner verlässt, um auf einen Notfall zu reagieren. Beim eigenverantwortlichen Tauchen verfügst Du über die Fertigkeiten und Kenntnisse, um Dich ohne Hilfe Notfällen beim Tauchen zu widmen und darauf zu reagieren. Eigenverantwortliche Taucher sind sich ihrer Selbstrettungsfertigkeiten sicher, was bedeutet, dass der Taucher entsprechend ausgerüstet und darauf vorbereitet ist, eigenständig auf einen Notfall zu reagieren.

Abgesehen davon ist der eigenverantwortliche Taucher auch in der Lage, diejenigen Taucher im Wasser wahrzunehmen und zu identifizieren, die möglicherweise helfen können, falls erforderlich. Dies sollte Teil eines anhaltenden Wahrnehmungsprozesses sein – so ähnlich wie man sich beim Autofahren ein Bild von den anderen Fahrzeugen macht, die sich um einen herum befinden. Der eigenverantwortliche Taucher sollte die Rolle verstehen, die diese Taucher spielen können, indem sie etwa im Notfall mit Atemgas aushelfen oder beim Navigieren assistieren. Manchmal hilft es schon zu wissen, dass Du Dich nahe genug bei anderen Tauchern befindest, die gegebenenfalls helfen können, um ruhig genug zu sein, um Dir selbst zu helfen. Eigenverantwortliche Taucher können sich in der Nähe der Gruppe / eines Gruppenmitglieds positionieren, um die Chancen auf zur Verfügung stehende Hilfe zu erhöhen. Die Fähigkeiten des Self-Reliant-Diver  zur Selbstrettung sind auf höchstem Niveau und schaffen somit auch bei Buddy-Tauchgängen ein enormes Maß an Sicherheit für die Tauchpartner.

Ambitionierte UW-Fotografen oder -Filmer haben es oft schwer einen Buddy für gemeinsame Tauchgänge zu finden, da das Begleiten eines Fotografen für den Buddy einen sehr auf die Bedürfnisse des Fotografen reduzierten Tauchgang bedeutet. Für den Fotografen ist also eine weitergehende Ausbildung zum Solo-Taucher durchaus sinnvoll.

Voraussetzungen für den Solo-Diver-Kurs:

  • PADI Advanced Open Water Diver oder ähnliche Qualifikation einer anderen Organisation.
  • Mindestens 100 geloggte Tauchgänge.
  • mind. 18 Jahre alt.
  • Aktuelle Tauchtauglichkeit

Vorausgesetztes Equipment:

  • Komplette Ausrüstung
  • Boje oder Hebesack
  • Redundate Gasversorgung – Pony Cylinder, Doppelflaschen mit absperrbarem Ventil, Stage-Flasche
  • Reduntante Tiefen- und Zeitmesesr oder Tauchcomputer
  • Schreibtafel mit Stift
  • Backup-Maske

Im Rahmen des Kurses werden 3 Tauchgänge durchgeführt.

Kurspreis: 240,00 Euro

(c) dive-together.de